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ALPINALE Preisträger 2009

Bester Kurzfilm Animation

Die Seilbahn

In der Kategorie Animation ragen für die Jury zwei Arbeiten heraus. Die erste, Die Seilbahn, ist eine hochmoderne, charmante, witzige und liebevoll gezeichnete Geschichte, die mit großem gestalterischen Variantenreichtum überrascht, und vor allem durch eine hervorragende, absolut filmische Umsetzung besticht.

Schweiz 2008 – Regie: Claudius Gentinetta

 

 

 

Milovan Circus

Milovan Circus vermittelt subtil in einer mit viel Liebe zum Detail ausgebreiteten phantastischen wie genuinen Bilderwelt einen melancholischen Kommentar zum Stellenwert der Kunst und des Künstlers. Technisch virtuos umgesetzt, entführt er den Zuseher in eine reiche, viktorianisch anmutende Märchenwelt und schafft so eine unvergessliche Sphäre der Entrückung, ohne je eskapistisch zu sein.

Belgien 2008 – Regie: Gerlando Infuso

Lobende Erwähnung in der Kategorie Kurzfilm Hochschule

Hinter den Dünen

Hinter den Dünen von Christian Bach erzählt spannend, aber auch unterhaltsam die alptraumhaften Erlebnisse eines Achtjährigen während eines Familienurlaubs. Der intelligente Aufbau der Geschichte und das natürliche Spiel von Noah Wiechers ermöglichen es, die emotionale Achterbahnfahrt des Kindes hautnah mitzuerleben.

Deutschland 2009 – Regie: Christian Bach

Bester Kurzfilm Hochschule

Bruder, Bruder

Lars Kreyßigs Film Bruder, Bruder besticht durch eine genaue Inszenierung und hervorragende darstellerische Leistungen der beiden Kinder. Im Wortsinn un-heimlich und spannend, erzählt er von der drohenden Gewalteskalation zwischen zwei Brüdern, die einem langweiligen Familienabend zu entfliehen suchen, indem sie einen Horrorfilm nachspielen und filmen. Wie aus dem Kinderspiel beinahe tödlicher Ernst wird, ist nicht nur eine subtile Kritik auf die Gewaltdarstellung in Medien, sondern vor allem eine betroffen machende Beschreibung von Sprachlosigkeit innerhalb einer Familie.

Deutschland 2007 – Regie: Lars Kreyßig

Lobende Erwähnung in der Kategorie Kurzfilm International

Bonne Nuit

Valéry Rosiers Arbeit überzeugt durch seine Nähe zu den hervorragend gespielten Figuren, durch seine rauhen, lebensnahen Bilder und durch einen subtilen Spannungsaufbau.

Belgien/Frankreich 2008 – Regie: Valéry Rosier

Bester Kurzfilm International

Pig

Ein Film, der durch ein raffiniertes Konzept und kunstvoll stilisierte Charaktere eine immer dichter werdende, düstere Thrilleratmosphäre schafft. „Pig“ überzeugt durch sichere Handhabung der Stilmittel, visuelle Invention und präzisen Rhythmus, der dem Publikum immer eine Nasenlänge voraus ist.

Frankreich 2008 – Regie: Bosiljka Simonovic

Preis der Jury

Freies Land

Hannes Treibers Film entfaltet in 24 spannenden Minuten ein menschliches Drama von der Komplexität eines Langfilms. Durch die subtile Schilderung der Beweggründe einzelner Familienmitglieder, ihr Land verlassen zu wollen oder zu bleiben, macht der Regisseur auf berührende Weise erfahrbar, wie ein politisches System eine Familie beinahe zerstört. Eine äußerst sorgfältige Inszenierung, ein genau recherchiertes Drehbuch und hervorragende Schauspieler tragen dazu bei, dass die Zuschauer einen emotional nachhaltigen und intensiven Eindruck des DDR-Alltags bekommen. Die Jury gratuliert dazu herzlich.

Deutschland 2008 – Regie: Hannes Treiber

Die Jury

Barbara Eppensteiner
Claudia Gladziejewski
Lukas Miko
Paul-Michael Sedlacek
Ip Wischin