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ALPINALE Preisträger 2010

vorarlberg shorts

Carmen

Mit dem sehr interessanten Thema des Schönheitswahns kommt die Kamera wie auch die Regie der Protagonistin unglaublich nah und kreiert in vielschichtigen Ebenen sehr starke Momente. Man möchte gar nicht glauben, dass sich hier die eigene Mutter der Regisseurin vor der Kamera entblößt. Die ausgewählten Momente in Kombination mit dem wahren Wort der Protagonistin führen zu einer kraftvollen Aussage.

Österreich/Deutschland 2009 – Regie: Vanessa Gräfingholt

Publikumspreis

Penicillin

Inhalt: Penicillin erzählt von einer Ärztin und einem Jungen
während einer Meningitis-Epidemie in Westafrika.
Marisa, in Deutschland aufgewachsen, kehrt als Ärztin in ihr
afrikanisches Geburtsland zurück. Dort droht jedes Jahr in
der Trockenzeit die Gefahr einer Meningitis-Epidemie. Kaum
angekommen, muss Marisa den Ausbruch einer neuen Epidemie
untersuchen und behandeln, obwohl sie so gut wie keine
Medikamente für die Erkrankten hat.
Auch Jaimes Schwester ist an der Gehirnhautentzündung erkrankt.
Jaime will jetzt nur eines: seine Schwester soll wieder
gesund werden. Als Marisa seiner Schwester nicht helfen
kann, beginnt für Marisa und Jaime ein schicksalhafter Tag.

Deutschland/Ghana 2009 – Regie: Mike Viebrock

Bester Kurzfilm Animation

Danny Boy

Danny Boy von Marek Skrobecki ist eine wunderschöne, absurde Parabel über das Anderssein. Das Leben und die Liebe eines Poeten in einer kopflos gewordenen Welt wird mit viel Gefühl, Witz und Liebe zum Detail gezeichnet.

Schweiz/Polen 2010 – Regie: Marek Skrobecki

Bester Kurzfilm Hochschule

Uwe + Uwe

Der Film nähert sich mit Leichtigkeit einem schwierigen Thema. Auf subtile Art setzt Lena Liberta Situationskomik und Dialogwitz ein, ohne dabei das dramatische Schicksal ihrer Figuren aus den Augen zu verlieren.

Deutschland 2009 – Regie: Lena Liberta

Lobende Erwähnung in der Kategorie Hochschule

Ich bin's Helmut

Der Zusammenbruch des Raums führt zu einer Entblößung der Existenz. Dass diese philosophische Idee auch in der formalen Umsetzung ihre Entsprechung findet, macht die Stärke dieses Films aus.

Deutschland/Schweiz 2009 – Regie: Nicolas Steiner

Bester Kurzfilm International

Betty B. & the The's

Betty B. & the The's reizt das Experimentierfeld aus, das der Kurzfilm bietet, und ist damit mehr als ein kurzer Langfilm. Selbstbewusst hält er seine Skurrilität und Lapidarität durch und bedient nicht die Erwartungshaltung des Publikums. In seiner Sprachlosigkeit bewegt er sich zudem in einem spannenden Grenzbereich zum Stummfilm.

Deutschland 2009 – Regie: Felix Stienz

Lobende Erwähnung in der Kategorie International

Le plein d'aventure

Dieser Film schafft eine ungewöhnlich intensive Atmosphäre im Spannungsfeld zwischen Märchen und Realismus.

Belgien 2009 – Regie: Dominique Reding

Preis der Jury

Echo

Der Preis der Jury geht an einen Film, der sich vor allem durch das Schweigen erschließt. Echo von Magnus von Horn stellt die existenzielle Frage, wie man mit sich selbst weiterleben kann. Der Protagonist ist sich ein Fremdkörper. Die Irritationen finden nicht nur auf der Ebene der Figuren statt und machen den Film gerade deshalb zu einem herausragenden Ereignis.

Polen 2009 – Regie: Magnus von Horn


Bester Kinderfilm

Kuddelmuddel bei Petterson und Findus

Inhalt: Große dürfen immer machen, worauf sie gerade Lust
haben, denkt Kater Findus und wünscht sich zu wachsen. Sein
Wunsch wird ihm gewährt, doch Pettersson wird dafür klein.
Und der Kater muss schnell erkennen, dass groß sein auch
Nachteile hat. Und Findus hat plötzlich noch ganz andere Sorgen:
Pettersson hat sein Gedächtnis verloren! Nun will er statt
Kaffee lieber Tee trinken, und sogar den kleinen Kater hat er
vergessen! Mit Geschichten von ihren gemeinsamen Abenteuern
versucht Findus die Erinnerung seines Freundes wieder
zurückzuholen.

Schweden 2009 - Regie: Jürgen Lerdam und Anders Sörensen